Jubiläumslesung der #BerlinAuthros

Carmine Jako und Katharina Stein (lorem Ipsa) bei der 2023 Jubiläumslesung der #BerlinAuthors

Am 02.02.23 hat um 20 Uhr in der Lettretage eine Jubiläumslesung zur 5-Jahres-Feier der #BerlinAuthros stattgefunden. Ich war auch mit dabei und habe aus meiner Geschichte ‚Lasst sie Luft essen‘ gelesen. Diese ist 2023 in der Anthologie „Großstadtwunder“ erschienen. Das war meine erste öffentliche Lesung und eine großartige Erfahrung.

Insgesamt sind unter der Leitung von @lorem.ipsa @livmodesautorin @sm_gruber @jenlovetoread und @_zwischenwelttaenzerin vier großartige Kurzgeschichtenbände entstanden:

💫Großstadtwunder (2023)
🤫Großstadtgeheimnisse (2021)
🎐Großstadtklänge (2020)
💕Grossstadtgefühle (2019)

Meine erste Onlinelesung hatte ich ebenfalls mit den BerlinAuthors und zwar 2021 zum Thema Mehrsprachigkeit bzw. meine deutschen und englischen Gedichte.

Großstadtklänge: „Eine laute Stadt“

Ich war seit 2019 bei den @berlinauthors mit dabei und froh, eine Community zum Schreiben gefunden zu haben. Inzwischen lebe ich nicht mehr in Berlin, aber fühle mich weiter sehr verbunden. Zum Anlass des fünften Jubiläums veröffentliche ich hier meine Einreichung für Großstadtklänge (2020).🎐

Das war ein hartes Jahr für viele und mir ging es nicht anders. Leider war mir zu dem Zeitpunkt nicht klar, dass Lyrik nicht Teil der Anthologie sein wird. Daher könnt Ihr das Gedicht zum Thema Großstadtklänge hier lesen:

Eine laute Stadt

Die Stadt lärmt laut
und läutet Lärm
Flugzeugflieger,
Fußballsieger,
Bettellieder,
S-Bahn, die da
wieder, wieder, wieder
nächste Station schallt

Rauschend schnurren,
surren Schienen,
die auf lauten
Straßen liegen,
die wie lange,
gelbe Schlangen
summend, suchend ziehen,
um dort auf die Jagd zu gehen

Jagd nach Gurren
ganzer Vogelmassen
die in alt-porösen Mauern
lauthals ihren Unmut trauern
hungernd
nach den Müttern kreischen
die auf federsanften Schwingen
mit dem Großstadttrubel ringen

Jagt nach matsch-zerdrückten Resten,
die im Pflasterstein,
von Dönerbuden
weiter in den Stein hinein
gestampft,
gedrückt,
gestolpern
lautem Bass entgegen poltern

Schritte die im Nachtwind schlurfen,
unter neonscheinend Flackern,
Flüche grölen,
Whisky stehlen,
Lachen, lallen, prallen,
Schallend einen Kampf beginnen
Knochen knacken
Blutgerinnen

Hier und da ein grüner Fleck
der zwar Ruhe bringt zu Zeiten
doch zu andern
Nichts als Lärm
Sonne brutzeln,
Feuer knacken,
Kinder spielen,
juchzen, quaken

Und Menschen, Menschen, Menschentrampeln
unter grünen, grünen Ampeln
platschen Pfützen
Regen, Prasseln,
auf Dächern, die längst
taub sein sollten
von all den sing-sang Stimmen
all der Leuten

Und ich kleines Tönchen
flacher Laut
in all dem Lärm
husch umher wie jede Maus
vielleicht Ratte
vielleicht Laus
und ersticke jenes Grollen
bevor es den Verstand mir raubt

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